Prag – Prager Burg, Spaziergang, 2 Stunden
Hradschiner Platz – Erzbischofspalast – Erster Burghof – Zweiter Burghof – Heilig-Kreuz-Kapelle – St. Veits Dom – Alter Königspalast – St.-Georgs-Kirche – St.-Georgs-Basilika – Burggrafenamt – Goldenes Gässchen – Daliborka – Schwarzer Turm – Alte Schloßtreppen – Gärten unter der Burg
Hradschiner Platz - Hradschiner Platz liegt vor der Hauptfassade der Prager Burg. Er war immer und ist noch das Zentrum des Prager Stadtteils Hradschin. Der Platz hat mehrere Eingangsstrassen, jede mit ihrer reichen Geschichte. Der wohl häufigste Zutritt ist via die Straße Ke Hradu, die von der Neruda-Straße führt. Im 16. Jahrhundert wichtige böhmische Adelsfamilien wie die Salms, Schwarzenbergs, Czernins und Lobkowicz errichteten hier ihre prachtvollen Paläste.
Erzbischöfspalast - das Erzbischöfliche Palais steht am Schlossplatz bei der Prager Burg und ist die dritte Residenz der Prager Erzbischöfe. Der Palast entstand im 16. Jahrhundert und wurde mehrmals umgebaut.
Erster Burghof – auch Ehrenhof genannt. Der Ehrenhof wurde 1763 – 1765 geschaffen und ist somit der jüngste. Er bildet den Zugang zum Areal der Prager Burg vom Westen, vom Hradschin-Platz aus und ist von ihm durch ein monumentales Gitter mit Rustika-Tor getrennt. Hier finden die zeremoniellen Wachablösen und offizielle Begrüßungszeremonien statt.
Zweiter Burghof – Er ist im 16. Jahrhundert an Stelle des inneren Burggrabens des 13. Jahrhunderts entstanden. An einer Seite sieht man eine Prunktreppe zu den ehemals als kaiserliche Gemächer genutzten Repräsentationsräumen. Über die linke Treppe ist hingegen die mächtige Säulenhalle erreichbar. Über diesen Raum gelangt man in den Rothmayer- und den Spanischen Saal sowie in die Rudolfgalerie. Die Fassaden des seit dem 16. Jahrhundert bestehenden zweiten Burghofes wurden Ende des 18. Jahrhunderts von Nicolo Pacassi neu gestaltet. In der Mitte des Burghofes sprudelt ein barocker Springbrunnen aus dem Jahr 1686.
Heilig-Kreuz-Kapelle – die Kapelle in der Südostecke des zweiten Hofes stammt aus 1762. Diese im barocken Stil gestaltete Kapelle beherbergte lange Zeit wertvolle kirchliche Utensilien wie Reliquiaren, Monstranze und liturgische Geräte. Der Innenraum wurde Mitte des 19. Jh. neobarock verändert und diente lange Zeit als wirkungsvoller Rahmen für den Domschatz von St. Veit, der hier verwahrt wurde.
Dom St. Veits - Der Dom ist die schönste and prachtvollste Prager Kirche. Der lichtdurchflutete Hochchor mit dem ersten Netzrippengewölbe und die Porträtbüsten von Peter Parler bedeuten einen Höhepunkt europäischer Gotik. Er ist Grablege der böhmischen Könige und hier sind die Tschechischen Kronjuwelen aufbewahrt.
Alter Königspalast - der im späten 9. Jahrhundert erbaute Palast ist das älteste historisch wertvolle Gebäude der Prager Burg. Das ursprüngliche Holzgebäude auf steinernen Grundmauern wurde im Auftrag von Prinz Sobeslav im frühen 12. Jahrhundert in einen Romanischer Palast aus Stein umgebaut. Vom 13. bis zum 16. Jhdt. diente der Palast als Residenz der tschechischen Fürsten und Könige. Neben den anderen romanischen und gotischen Sälen ist vor allem der Vladislav Saal besonders sehenswert.
St. Georgs Kirche - Die gotische Kirche steht da schon vom 14. Jahrhundert. Das prachtvolle Südportal der Kirche gestaltete die Bauhütte Benedikt Rieds als antikisierende Halbsäulen-Ädikula, eine absolute Neuheit im spätmittelalterlichen Prag um 1515.
St. Georgs- Basilika - die barocke Schauseite der St.-Georgs-Basilika, hinter der sich der bedeutendste romanische Kirchenbau Prags verbirgt. Fürst Vratislav I. stiftete vor 921 die zweite Steinkirche innerhalb der Prager Burg. Nach der Erhebung Prags zum Bischofssitz (973) ließ Fürst Boleslav II sie zu einer kleinen Basilika ausbauen. Der heutige Kirchenbau entstand im wesentlichen nach dem Burgbrand von 1142 unter Leitung des Baumeisters Wernher. In der unter dem Ostchor gelegenen Krypta befinden sich die Grabsteine der Premyslidenfürsten Vratislav I. und Boleslav II.
Burggrafenamt - Im Burggrafenamt residierte der Burggraf der Prager Burg, der Stellvertreter des Königs. Seit dem 13. Jh. wurde der Gebäudekomplex mehrfach umgebaut, zuletzt Mitte des 16. Jh. im Stil der Renaissance. Im Nordflügel des Gebäudes befindet sich ein Spielzeugmuseum.
Goldenes Gässchen - das Goldene Gässchen ist ein von Mythen erfülltes Gässchen, das oberhalb des Hirschgrabens parallel zur Burgmauer verläuft und nur 230 m lang ist. Das berühmte Goldmacher-Gässchen ist von winzigen, bunt gestrichenen Häuschen aus dem 16. Jahrhundert gesäumt. Berühmtheit erlangte es deswegen, weil hier unter der Aufsicht Kaiser Rudolf II Alchemisten gewirkt haben sollen, um für ihn künstliches Gold zu erzeugen.
Daliborka – Am Ende des Gässchen steht Daliborka, der bekannteste Wehrturm der Burg, errichtet 1496 von Benedikt Ried. Dieser Turm wurde später nach dem Edelmann Dalibor aus Kozojedy genannt. Im Jahr 1781 hörte Daliborka auf, als Gefängnis zu dienen. Ursprünglich wurde der Turm höher, aber bis jetzt sind nur fünf Stockwerke erhalten geblieben.
Schwarzer Turm - Der mächtige Schwarze Turm rechts vom Burggrafenamt, der besterhaltene Teil der romanischen Burgbefestigung, bildete ursprünglich das Osttor der Prager Burg. Von der um 1570 errichteten Kanonenbastei bietet sich ein prachtvoller Blick auf die Stadt.
Alte Schlosstreppen – die Alte Schloßtreppen wurden im 16. Jahrhundert gebaut. Sie sind etwa 150 m lang und führen von Klarov zur Prager Burg. Heutzutage dienen sie wie einer der meist beliebten Zutrittwegen zur Burg und gehören zu den zauberhaftesten Orten in Prag.
Gärten under der Prager Burg - Am Südhang der Burg befindet sich ein Gartenkomplex, bestehend aus 5 Palaisgärten: Ledebourggarten (Ledeburská zahrada), Kleiner Pálffygarten (Malá Pálffyovská zahrada), Großer Pálffygarten (Velká Pálffyovská zahrada), Kolowratgarten (Kolowratská zahrada), Kleiner Fürstenberggarten (Malá Fürstenberská). Die Gärten sind miteinander verbunden.







