Prag - Josefstadt, Spaziergang, 2 St.
Maisel-Synagoge – Pinkas-Synagoge – Klausen-Synagoge – der Alte Jüdische Friedhof – Jüdisches Rathaus – Hohe Synagoge – Altneu-Synagoge – Spanische Synagoge – Robert-Guttmann-Galerie
Maisel Synagoge - Die Maisel-Synanoge wurde in Jahren 1590- 1592 auf Bestellung vom Primas der Jüdischen Gemeinde Mordechaj Maisel erbaut. Die Pläne stammten von Josef Wahl und Juda de Herz. Zur damaligen Zeit war die Maisel-Synagoge die größte von Prag. Sie war im Renaissancestil errichtet, aber nach einigen Umbauten erhielt sie 1895–1905 nach Plänen von Alfred Grotte ihr heutiges neugotisches Aussehen. Heutzutage dient sie als Depositum des Jüdischen Museums und Ausstellungsraum.
Pinkas-Synagoge - Die Synagoge wurde ursprünglich ein privates Bethaus der Familie Horowitz. Der angesehene jüdische Bürger Aron Meschullmann Zalman Horowitz ließ in 30er des 16. Jahrhunderts die heutige größere Synagoge im Stil der Spätrenaissance errichten. 1954-1959 wurde sie in eine Gedenkstätte für die jüdischen Bürger der Tschechoslowakei umgewandelt, die während des Zweiten Weltkrieges umgekommen sind. Heutzutage ist die zweitälteste Synagoge in Prager Judenviertel - die Pinkas-Synagoge - als Teil des Jüdischen Museums wieder zu besichtigen.
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Klausen-Synagoge - Am Rande des jüdischen Friedhofes wurde die Klausen-Synagoge im Barockstil errichtet und 1694 fertiggestellt. Sie war die größte Synagoge Prags. Klaus war ein von Gemeindemitgliedern gestiftete Schule, in der Juden ihre Tora- und Talmud-Studien betreiben konnten. Die heutige Gestalt erhielt das Gebäude in 1884. Das Gewölbe ist reich mit frühbarockem Stuckdekor versehen, das aus Akanthusblättern, Fruchtgirlanden und Bändern besteht.
Der Alte Jüdische Friedhof – der Alte Jüdische Friedhof ist einer der bekanntesten und wichtigsten jüdischen Friedhöfe der Welt. Er geht bereits auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Einige gotische Grabsteine wurden hier von einem aufgelassenen älteren Friedhof, der sich auf dem Gelände der heutigen Prager Neustadt befand, gebracht. Trotz seiner kleinen Fläche (ca. 1 ha) enthält er über 12.000 Grabsteine. Das Jüdische Museum verwaltet den Friedhof.
Jüdisches Rathaus - Das heute bestehende Gebäude des Jüdischen Rathauses stammt von Josef Schwanitzer und wurde 1763-65 errichtet. Das Eckgebäude hat das Aussehen eines zierlichen Spätbarockpalais, dessen Fassade reich gegliedert ist. Das Gebäude ist Sitz der jüdischen Gemeinde Prags und des Prager Ober- und Landesrabbiners und weiterer religiöser, sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Institutionen der jüdischen Gemeinde einschließlich Rabbinergericht.
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Hohe Synagoge - Die Hohe Synagoge ist dem Jüdischen Rathaus benachbart, sie befindet sich im ersten Stock. Es handelt sich um einen fast quadratischen Saalraum mit hohem Renaissancegewölbe, das durch Stichkappen und Stuckatur gekennzeichnet ist. Den Bau errichtete der aus Italien stammende Baumeister Pankratius Roder. Seit 1995 dient sie als Alltagsbethaus für das Rabbinat und die Angestellten der Gemeinde. Im Erdgeschoss gibt es ein Laden und die Kasse des Jüdischen Museums.
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Altneu-Synagoge - die Altneu-Synagoge ist die älteste unzerstört erhaltene Synagoge in Europe und eine der frühesten gotischen Bauten Prags. Die Synagoge wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts im frühgotischen Stil erbaut und ist heute noch das religiöse Zentrum der Prager Juden. Sie ist eine der wertvollsten Juden-Gedenkstätten der Welt.
Spanische Synagoge - An der Stelle des ersten jüdischen Bethauses in Prag, “Alte Schule” genannt, wurde 1867-8 nach einem Projekt von Vojtěch Ignác Ullmann im maurischen Stil die Spanische Synagoge erbaut. Die ursprüngliche Synagoge Altschul stand da schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die Innenkonstruktionen mit reichem ornamentalem Schmuck im maurischen Stil stammten von Josef Niklas. Wegen ihres maurischen Baustils wurde die Synagoge "Spanische Synagoge" genannt. Heutzutage wird sie vom Jüdischen Museum verwaltet.
Galerie von Robert Guttmann - Die Robert-Guttmann-Galerie befindet sich im Erdgeschoss an der Nordostseite des Komplexes des Jüdischen Museums und dient befristeten thematischen Ausstellungen. Die Galerie wurde nach dem bekannten Maler im Stil „primitive Malerei“ - Robert Guttman genannt, da seine Ausstellung die Eröffnungsaustellung in der Galerie war. Die Ausstellungen in der Galerie widmen sich entsprechend dem Profil der Sammlung vor allem den einheimischen jüdischen Künstlern vom Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gegenwärtig beabsichtigt die Galerie jedoch Nachkriegs- und insbesondere auch moderne, zeitgenössische Kunst zu zeigen.







