Prag erzählt die Geschichte von seinen Plätzen

In heutiger Erzählung möchte ich Sie mit der Geschichte meiner berühmtesten Plätzen bekannt machen. Wie Sie wissen, geht meine Geschichte zurück zum fernen 9. Jahrhundert. In dieser Zeit bestand ich aus 4 selbstständigen Gemeinden: die Alte Stadt, die Neue Stadt, die Kleinseite und Hradschin. Ich erinnere mich, dass die Alte Stadt praktisch um einige Märkte herum, zwischen Vyšehrad und Moldau Fluss, entstand. Die Plätze entwickelten sich allmählich, wie übrigens die Häuser im Platzumfang. In meiner Jugend die Namen der meisten Plätze wurden von Waren, die dort angeboten waren, oder von der Lage ableitet. Später fing man an, Plätze nach berühmten Persönlichkeiten zu benennen. Für Ihre Vorstellung füge ich hinzu, dass sich an den Plätzen nicht nur das damalige Gesellschaftsleben entfaltete, sondern auch wichtige historische Ereignisse abliefen, die das Leben des ganzen Landes beeinflussten. Leider sind viele von denen heutzutage große Verkehrszentren geworden. An der anderen Seite, manche von diesen Plätzen haben ihre ruhige historische Atmosphäre doch behalten. Hauptzentren von der Neustadt sind im 14. Jahrhundert Dobytčí trh - Viehmarkt (Karlovo náměstí- Karlsplatz), Koňský trh - Pferdemarkt (Václavské náměstí- Wenzelsplatz) und Senný trh-

Heumarkt (Senovážné náměstí) geworden. Gestatten Sie mir Ihnen von diesen wichtigen Märkten oder Plätzen zu erzählen.
Prag erzählt die Geschichte von seinen PlätzenBeginnen wir unsere Erzählung mit meinem größten Platz- Karlsplatz. Karl IV. wäre sicherlich froh, dass im Jahr 1848 der Platz nach ihm umbenannt wurde. Der Platz diente hauptsächlich dem Vieh-, Fisch-, Holz- und Kohlenhandel. Während der Herrschaft von Karl IV. wurden hier jährlich Kronjuwelen ausgestellt, die sonst in Karlstein aufbewahrt wurden. Heute ist der Karlsplatz ein Gesellschafts-, Handels- und Verkehrszentrum Prags. Dank dem Park inmitten ist er oft für Spaziergänge und Erholung aufgesucht.

Ich soll wahrscheinlich auch den Altstädter Ring erwähnen, der zuvor als Altstädter Markt bekannt war. Es geht um den ältesten und meist denkwürdigen Platz in meinem Herzen. Schon im 11. Jahrhundert gab es hier einen Handelsplatz mit regelmäßigen Weihnachts- und anderen Märkten. Mit der Zeit gewann er an Bedeutung und er ist ein Schauplatz wichtiger Ereignisse geworden. Um den Markt herum entstanden allmählich romanische und frühgotische Gebäuden, und damit hat der Platz seine Gestalt erworben. Von wichtigen Gebäuden am Ring verdient unsere Aufmerksamkeit sicherlich das Golz-Kinsky-Palais, Haus Zur steinernen Glocke, Teynschule und das Haus Zur Minute. Doch das meist bekannte ist das Altstädter Rathaus mit Prager Orloj.

Prag erzählt die Geschichte von seinen PlätzenWie ich schon gesagt habe, der Wenzelstplatz wurde ursprünglich der Pferdemarkt genannt. Zusammen mit dem Viehmarkt und Heumarkt wurde er auf Wunsch von Karl IV. angelegt. Der Platz beginnt vom Svatohavelska Tor unten und endet beim Pferdetor (brána Koňska). In der Vergangenheit verkaufte man hier Pferde, und davon stammt der Name des Platzes. Der Platz ist fast 750 m lang und 60 m breit. Es gibt verschiedene Theorien, warum der Platz so lang und relativ eng ist. Heute ist der Wenzelsplatz ein echtes Geschäftszentrum Prags.

An der Stelle des heutigen Senovážné Platzes war einmal ein kleines Dorf Chudobice. Der Name ist vom Wort „arm“- „chudy“ ableitet, das uns schon etwas von seinen Bewohnern andeutet. Als Karl IV. im Jahre 1348 Grundlagen der Neuen Stadt legen ließ, überließen ihm die Besitzer von Chudobice ihre Grundstücke und er ließ auf der Stelle einen von drei neuen Märkten bauen- den Heumarkt. Das Areal reichte von der St.Heinrich Kirche (kostel sv. Jindřicha) zum Tor, das glaube ich, Bergtor genannt war, da von dem der Weg zu Kuttenberg fuhr. Hier wurde Heu und Getreide verkauft. Verkäufer, genannt pícníci, öffnete ihre Läden rund um die Ostseite des Platzes, der damals einen völlig ländlichen Charakter hatte. Auf dem Platz gab es auch Kneipen, die Arbeiter und Soldaten von der nah liegenden Kaserne oft besuchten.

Glauben Sie mir, meine Plätze waren und sind auch immer voll Leben und Treiben. Nehmen Sie bitte meine Einladung an und kommen Sie selbst, um viel Spaß hier zu erleben!

Prag erzählt die Geschichte von seinen Plätzen
Zdroj: http://virtualni.praha.eu/veze/kostel-sv-mikulase-na-staromestskem-nam.html
 

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