EA Business Hotel Jihlava
| Rezeption: |
Stadt Jihlava
Inmitten des ausgedehnten, wald- und teichreichen Böhmisch-Mährischen Berglandes, an beiden Seiten der ehemaligen Landesgrenze zwischen Böhmen und Mähren, liegt die alterwürdige Stadt Jihlava, die älteste Bergstadt in den böhmischen Ländern (550 m ü.M., 88 km2, 50 tausend Einwohner).
Es ist historisch beurkundet, daß es Ende des 12. Jahrhunderts ein slawisches Dorf mit der Kirche des Heiligen Johannes des Täufers auf einer Anhöhe über dem Fluß Jihlava (Iglau) gab. Das Dorf wurde zum Ausgangspunkt der Kolonisierung des Gebietes, die durch die Entdeckung von Silbererz Ende der 40er Jahre des 13. Jahrhunderts außergewöhnlich beschleunigt wurde. Das Silberfieber zog Bergleute, Handwerker und Händler aus ganz Europa an. Das kleine Dorf war ihrem Ansturm und ihren Bedürfnissen nicht gewachsen, und deshalb wurde jenseits des Flußes mit dem Aufbau einer neuen Stadt begonnen. Der aus dem Bergbau fließende Reichtum kam insbesondere in der Großzügigkeit der Stadtgründung zum Vorschein. Fast gleichzeitig wurden drei bedeutende Kirchengebäude gebaut - die Pfarrkirche des Heiligen Jakobs des Älteren und die Klosterkomplexe der Minoriten und der Dominikaner.
Jihlava war von mächtigen Festungsmauern geschützt, den Marktplatz säumten steinerne Häuser mit einem Laubengang, in der Stadt wurden Münzen geschlagen. Erhaltene Kunstdenkmäler (illuminierte Rechtshandschriften und spätgotische Plastiken) gehören zu den bedeutendsten dieser Art in den böhmischen Ländern. Jihlava nahm einen bedeutenden Platz auch auf dem Rechtsgebiet ein - erstmals in Mitteleuropa war hier neben dem Stadtrecht auch das Bergrecht kodifiziert, das zum Vorbild für eine Reihe von weiteren Bergstädten wurde.
Die Stadt erlebte mehrmals markante Veränderungen - sie durchbrach den enge Kreis der Stadtmauern, der Marktplatz bekam eine Nachtbeleuchtung, das Rathaus wurde umgebaut. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Stadttore mit ihren schmalen Einfahrten abgerissen, die Fassaden der Häuser wurden im klassizistischen Stil gestaltet.
Das städtische Denkmalschutzgebiet - eine einzigartige Kombination der Gotik, Renaissance und des Barocks - wird jeden Bewunderer der Kunstdenkmäler und der alten Geschichte erfreuen.
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